Krankenhausstandort Horb am Neckar

Veröffentlicht am 03.05.2009 in Stadtratsfraktion

„Horber SPD führte klärendes Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion zum Krankenhausstandort Horb

Horb. Wegen der aktuellen Diskussion um die Sicherung der medizinischen Versorgung am Krankenhausstandort Horb haben sich Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion, des Ortsvereins und Gemeinderatskandidaten zu einem Meinungsaustausch mit dem Fraktionsvorstand der SPD-Kreistagsfraktion getroffen. Dabei konnten immer wieder öffentlich lancierte und wahltaktisch motivierte Vorwürfe ausgeräumt werden. Alle am Gespräch Beteiligten waren sich darin einig, sich auch weiterhin nach besten Kräften für den Erhalt des Standortes Horb als ein Krankenhaus der Grundversorgung einzusetzen. Die anwesenden hochrangigen Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion gaben ein klares Bekenntnis zum Standort Horb ab. An dem Kreistagsbeschluss vom 25.07.2005, der Investitionen von ca. 10 Mio. € in Horb vorsieht, werde ohne wenn und aber festgehalten. Kontraproduktiv sei, wenn eine Kreistagsfraktion sich als alleinige Retterin des Horber Krankenhauses darstelle, aber gleichzeitig im Kreistag permanent lautstark die Reduzierung der Kreisumlage fordere. Damit würden wichtige Investitionen in die beiden Krankenhäuser unnötig erschwert. Bedauerlich sei auch, dass die CDU/FDP-geführte Landesregierung zu wenig Finanzmittel für Investitionen in die Krankenhäuser bereitstelle. Auch der Kreistagsbeschluss vom 07.04.2008 enthalte eindeutige Aussagen wie z.B. die Aufrechterhaltung bedarfsgerechter Strukturen im Bereich Chirurgie und OP-Betrieb sowie aller vorhandenen Funktionen am Standort Horb. Dies werde man auch zukünftig immer wieder beim Landrat und der Krankenhausgeschäftsführung einfordern. Dem Bedürfnis der Horber Bevölkerung nach mehr Information und Transparenz werde mit Antrag der SPD-Kreistagsfraktion vom 23.04.2009 entsprochen: Von der Kreisverwaltung seien die aktuellen Sachstände zu den geplanten Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in Horb, den Vertragsverhandlungen mit den niedergelassenen Ärzten sowie der Umsetzung der Zentrumsstrukturen im Bereich Innere Medizin und Stärkung der Personalbasis am Standort Horb darzulegen. Vor allem erwarte man von dem Landrat und dem Krankenhausgeschäftsführer eine über die Kommunalwahlen am 07.06.2009 herausreichende eindeutige Aussage, dass entgegen anders lautender Gerüchte die Chirurgie am Standort Horb weder zum 30.06.2009 noch zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen werde.
Die Vertreter und Mandatsträger der Horber SPD und die Kreistagsfraktion vereinbarten miteinander in ständigem Dialog zu bleiben. Zusammen mit den anderen Parteien und Wählervereinigungen gelte es, dass maximal Mögliche für das Kreiskrankenhaus mit seinen beiden Standorten Horb und Freudenstadt zu erreichen. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Horb und dem gesamten Landkreis sei zu wichtig, um für einen Dauerwahlkampf instrumentalisiert zu werden.“

Quelle: Thomas Mattes, SPD Fraktionsvorsitzender