Sieben auf einen Streich

Veröffentlicht am 08.04.2009 in Stadtratsfraktion

SPD zieht mit 7 Schwerpunkten in den Kommunalwahlkampf
Die Horber SPD möchte Horb lebenswerter machen. Das wurde bei der Nominierung der Gemeinderatskandidaten deutlich. Auf 7 Themenbereiche legen die Sozialdemokraten besonders großen Wert.

Horb. Mit dem Motto „Erneuerung und Verantwortung in Horb“ zieht die Horber SPD in den Wahlkampf vor der Gemeinderatswahl am 7. Juni. Thomas Mattes, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Horber Gemeinderat, hat die 7 Themenschwerpunkte des Ortsvereins bei der Nominierung der Kandidaten am Montagabend vorgestellt. „Diese Eckpunkte werden wir gemeinsam mit den Kandidaten weiter ausarbeiten“, kündigte Mattes an.

Im Bereich „Arbeit, Gesundheit und Soziales“ setzt sich die SPD für die Sicherung regionaler und wohnortnaher Arbeitsplätze ein. Ein weiteres Ziel ist der Erhalt der medizinischen Versorgung am Krankenhaus-Standort Horb. Deshalb unterstützt die SPD die Gründung eines Aktionsbündnisses für den Erhalt des Hospitals. Sozial benachteiligte Personen sollen gefördert und ausländische Bürger besser integriert werden.

Im Bereich „Jugend, Familie und Senioren“ setzt sich die Horber SPD für die Ausweisung von Sanierungsgebieten, eine Wohnraumförderung für Familien und eine dezentrale Jugendarbeit in den Stadtteilen ein. Die Strukturen für Senioren sollen verbessert und die Kinderbetreuung in den Stadtteilen mit sozial gestaffelten Kindergartenbeiträgen ausgebaut werden. Unterstützen will die SPD unter anderem die Sozialstation und das Lokale Bündnis für Familie.

Der 3. Themenschwerpunkt der Horber SPD lautet „Kultur, Bildung und Sport“. Die kulturelle Vielfalt zu stärken und Vereine zu unterstützen gehören dabei zu den Zielen. Zudem sollen die Schulstandorte durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung, Lehrmittelfreiheit und Zuschüsse zum schulischen Mittagessen gestärkt werden.

Im Bereich „Stadtentwicklung“ wollen die Sozialdemokraten vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und ein kinderfreundliches Zentrum. Dazu sollen das Stadtmarketing verbessert, Handwerker unterstützt und die Sortimentsbeschränkung auf dem Hohenberg aufgehoben werden.

Die Fortentwicklung der Stadtteile und der Ausbau der Infrastruktur stehen im Mittelpunkt des Bereichs „Umwelt und Ökologie“. Die Bevölkerung soll für regenerative Energien sensibilisiert und leerstehende Grundstücke besser vermarktetet werden.

Im Bereich „Verkehr“ konzentriert sich die SPD auf den schnellen Bau der Hochbrücke mit maximal möglichem Lärmschutz. Verbessert werden soll die Anbindung der Stadtteile an den Personennahverkehr vor allem abends. Außerdem stehen eine kundenfreundliche Parkregelung und der Ausbau des Radwegenetzes auf der Agenda der Sozialdemokraten.

Letzter Schwerpunkt im Wahlprogramm ist der Bereich „Finanzen“. Hier will die SPD einen nachhaltigen Haushalt durchsetzen und die Verschuldung der Stadtwerke kommunal umfinanzieren. Der Schuldenabbau müsse Vorrang haben vor der Finanzierung von Prestigeprojekten, forderte Mattes.

Text: Claudia Salden Quelle Neckar Chronik vom 08.04.2009