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Wohnen und Bauen

Wohnen muss bezahlbar bleiben

Wohnen ist ein Menschenrecht. Doch gutes und bezahlbares Wohnen ist nicht überall und für alle gleichermaßen möglich. In Horb fehlt bisher ein Mietspiegel.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat bereits im Jahr 2016 einen Antrag gestellt, um in Horb endlich wieder sozialen Wohnungsbau umzusetzen. Doch dieser Prozess wurde von der Stadtverwaltung nicht fortgesetzt. Der hierzu einberufene Runde Tisch hatte die Probleme und Bedarfe erkannt. Es gab aber nie Umsetzungsvorschläge. Sozialer Wohnungsbau kommt in Horb eindeutig zu kurz. Es reicht nicht aus, wenn wie bei dem städtebaulichen Wettbewerb zu der Konversion der Hohenbergkaserne nur eine geringe Quote von 5 % für den sozialen Wohnungsbau festgeschrieben wird. In Tübingen funktioniert teilweise die Querfinanzierung bezahlbaren Wohnraums durch teure Penthouses.

Wir brauchen ein genossenschaftliches Instrument, um sozialen Wohnungsbau in Horb umzusetzen. Die Baugesellschaft Horb, an der Banken als Gesellschafter beteiligt sind, ist zu sehr auf Bestandsverwaltung und Rendite ausgerichtet.

Modernes Bauen und Wohnen ist in vielen unterschiedlichen Modellen möglich. Günstiges Wohnen (s. auch „Fachkräftemangel“ im Kapitel Arbeit und Wirtschaft) ist u.a. in modularer Bauweise mit recycelbaren Baustoffen möglich. In verdichteten Innenstadtlagen wären Garagendachwohnungen u.a. für Studenten mit Ein-Zimmer-Appartements denkbar.

In Horb sollte Mehrgenerationenwohnen umgesetzt werden. Das Zusammenleben von Jung und Alt soll konzeptionell gestärkt werden.

Generationsübergreifende Quartierskonzepte können dabei helfen den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Wohnraumplanung muss neu gedacht werden. Wir müssen weg von der reinen Wohnbauplanung hin zu Sozialraumorientierung.